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BiostatistiK

 

Biostatistik an der Fakultät Statistik 

Die Biostatistik nimmt in der Fakultät Statistik seit deren Gründung 1973 einen zentralen Platz ein. Ihre wichtige Rolle wird durch die direkte Zuordnung dreier Professuren sowie die Beteilligung mehrerer anderer Lehrstühle an Forschungsprojekten mit biostatistischen Fragestellungen unterstrichen.

Die Fakultät Statistik leistet auf allen Gebieten der Biostatistik Beiträge zu Lehre, Forschung und Beratung. Eine genauere Beschreibung von Forschungsprojekten finden Sie unter dem Link Forschungsgebiete in der Biostatistik.

Im Statistik-Studium ist Biometrie der mit Abstand am häufigsten gewählte Schwerpunkt von den drei Wahlmöglichkeiten Biometrie, Ökonometrie und Technometrie. Mehr als ein Drittel der Absolventinnen und Absolventen der Fakultät Statistik arbeitet nach Studienende an Schlüsselstellen für die Entwicklung und die Anwendung von biostatischen Methoden, sowohl in universitären als auch in außeruniversitären Einrichtungen, insbesondere in der Pharmaindustrie, in Auftragsforschungsinstituten, im Gesundheitsheitsbereich und an Hochschulen und Forschungsinstituten.

 

Inhalte

Die Biostatistik beschäftigt sich mit vielfältigen Fragestellungen. Historisch verstand man unter Biostatistik zunächst statistische Theorie und Methoden zur Beschreibung, Analyse und Interpretation von biologischen Daten. Wir sehen heute ein noch viel breiteres Aufgabenfeld mit Anwendungen in allen Lebenswissenschaften, insbesondere auch in der Medizin und in der Bioinformatik.

Die Unterteilung der Biostatistik in die drei wichtigsten Bereiche Klinische Statistik, Epidemiologie und Bioinformatik beinhaltet Überlappungen und deckt nicht alle Beiträge der Fakultät Statistik ab, kann aber als Grundlage der Darstellung unserer Arbeit verwendet werden. Beispielsweise beschäftigen sich die Personalisierte Medizin und die Genetische Epidemiologie mit der Rolle genetischer Faktoren in der Klinischen Statistik und in der Epidemiologie. Hierzu werden oft moderne bioinformatischen Methoden benötigt.

Klinische Statistik

In der Klinischen Statistik wird der Effekt klinischer Einflussgrößen auf Diagnose und Therapie von Krankheiten beim Menschen erforscht. In Klinischen Studien geschieht dies in einem kontrollierten experimentellen Umfeld. Klinische Studien sind in den meisten Ländern Voraussetzung für die Zulassung von allen verschreibungspflichtigen Medikamenten.

Epidemiologie

In der Epidemiologie wird der Einfluss verschiedener Faktoren auf Krankheit und Gesundheit in Individuen und in Populationen untersucht. Im Gegensatz zur Klinischen Statistik geschieht dies nicht in einem kontrollierten Umfeld, sondern in der Regel durch Beobachtungsstudien. Man möchte beispielsweise den Einfluss des Rauchens auf das Krebsrisiko bestimmen. Die Epidemiologie spielt folglich eine wichtige Rolle in der Gesundheitsförderung.

Bioinformatik

Die Bioinformatik ist ein breites Forschungsgebiet und beschäftigt sich im Wesentlichen mit der Analyse biologischer Daten auf der molekularen Ebene. In den letzten Jahren wurden für die Analyse von genomischen Daten zahlreiche neue experimentelle Techniken entwickelt, bei denen unzählige Merkmale gleichzeitig gemessen werden. Dieser neue, hypothesengenerierende Charakter molekularbiologischer Experimente stellt neue Anforderungen an die statistische Auswertung der experimentellen Ergebnisse.