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T1 : Intelligente Analyse- und Alarmsysteme in der Intensivmedizin

Projektleitung

Prof. Dr. Ursula Gather
PD Dr. Michael Imhoff
Prof. Dr. Roland Fried

 

Kurzbeschreibung


Ziel des Transferprojektes ist die Umsetzung und die Überprüfung von neuen Alarmgebungs-Prozeduren zur bettseitigen Kontrolle des Patientenzustands bis hin zur Entwicklung eines neuen Monitoring-Prototyps. Dieser Prototyp soll den Ansprüchen der klinischen Praxis gerecht werden und in Monitoring-Systeme der Drägerwerk AG überführt werden können. Dabei sollen die Erkenntnisse und Methoden aus dem Teilprojekt C4 des SFB 475 genutzt werden.


In diesem Projekt soll eine vollständige Bestandsaufnahme von derzeit methodisch erarbeiteten, technisch bereits umgesetzten und kommerziell verfügbaren Alarmsystemen in der Intensivmedizin erfolgen. Hierbei werden die aktuellen Entwicklungsstände aus Industrie und Forschung ermittelt und einander gegenübergestellt.
Basierend auf dieser Bestandsaufnahme soll ein detaillierter Vergleich vorhandener und praktikabler Methoden durchgeführt werden, der Erkenntnisse über den "Mehrwert" moderner, komplexer statistischer Modellierung und Methodik geben soll. Unter Mehrwert ist hier vorrangig ein Gewinn an Spezifität ohne Verlust an Sensitivität der Verfahren zu verstehen. Die Sensitivität gibt die Wahrscheinlichkeit dafür an, dass das Alarmsystem bei Vorliegen eines alarmrelevanten Zustands einen Alarm auslöst. Die Spezifität ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Alarmsystem im Fall eines nicht alarmrelevanten Zu­stands keinen Alarm auslöst. Allerdings sind in diesem Ver­gleich auch Kriterien der tech­nischen und klinischen Umsetzbar­keit, Benutzerakzeptanz, sowie der Produkthaftung und des Zulassungsrechts zu berücksichtigen.
Die Ergebnisse dieses Vergleichs sollen in eine Hybrid-Methodik einfließen, die die in Teilprojekt C4 entwickelten Prozeduren nutzt und umfasst. Diese Hybrid-Methodik soll gleichzeitig maximal erreichbare Sensitivität und Spezifität auf­weisen sowie größt­mögliche Einfachheit bieten. Anhand eines annotierten Referenz­datensatzes kann sie zudem optimal auf die in der Praxis relevanten Anforderungen zuge­schnitten werden.

Schließlich ist eine Implementierung der Hybridmethodik in einen Prototyp eines medizinischen Monitoring-Systems beabsichtigt, der allen Anforderungen an medizintechnische Geräte genügt. Dabei soll ein "Werkzeugkasten" so entwickelt werden, dass das Monitoring-System rasch und verlässlich an neue Anforderungen (neue Überwachungstechnologien, andere Patientenpopulationen) angepasst werden kann.

Die Umsetzung dieser Ziele wird in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern, der Drägerwerk AG in Lübeck und dem Universitätsklinikum Regensburg, erfolgen.