Servicenavigation


Sie sind hier:

Dortmunder Tag der Statistik (DOTS 2018)

Die Nachfrage zum Dortmunder Tag der Statistik am 06. Februar 2018 war diesmal riesig.  

Über 450 Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern verfolgten am Vormittag im rappelvollen Hörsaal vier Vorträge, die alle etwas mit Statistik im Wandel der Zeit zu tun hatten: So stellte Prof. Dr. Roland Fried statistische Analysen zum Klimawandel vor. Prof. Dr. Walter Krämer zeigte, wie sich statistische Irrtümer und irrationale Ängste über die Zeit ändern. So waren die Ängste vor einem selbstfahrenden Wagen anfangs so groß, dass in England diese nur Schritt fahren durften und jemand mit einer roten Fahne vorangehen musste. Vorher hatte Pastor Bayes im 18. Jahrhundert bei der Suche nach einem Gottesbeweis eine statistische Methode entwickelt, die heutzutage aus Wissenschaft, Gesellschaft und Technik nicht mehr wegzudenken ist. Im modernen Smartphone kommt genau diese Methode zum Einsatz, wie Prof. Dr. Christine Müller demonstrierte. Wie Preise für Staatsanleihen verschiedener Ländern sich zeitlich ändern, war Thema des Berufspraxisvortrages von Dr. Martin Hillebrand vom Europäischen Rettungsfonds. Dabei waren die Irritationen, die die Euro-Krise und der Brexit ausgelöst hatten, in den statistischen Darstellungen sehr gut zu erkennen.

Am Nachmittag gab es nach einer Studieninformation fünf Mitmach-Aktionen. Dr. Uwe Ligges führte mit den Schülerinnen und Schülern eine interaktive computergestützte live Analyse von Daten aus seiner statistischen Beratung durch, während eine andere Gruppe eine Schokoladenader suchte. Prof. Dr. Joachim Kunert testete, ob Cola-Zero wie Coca schmeckt. Weitere Gruppen schätzten die Anzahl von Bällen in Kästen oder zogen Stichproben aus einer Population von Süßigkeiten.

Auch FOCUS online berichtete über den DOTS2018.

Mitmach-Aktion „Von der Stichprobe zur Population: Eine Mitmach-Aktion für Naschkatzen“, Foto von Felix Schmale, TU Dortmund
Mitmach-Aktion „Wie viele Fische sind im Teich“, Foto von Felix Schmale, TU Dortmund